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Lieblingspakete in Homebrew

Klare Empfehlung für alle Mac-User, insbesondere Entwickler, ist der Paketmanager für freie Software: Homebrew.

Damit lassen sich einfach auf der Kommandozeile viele freie Tools installieren, die unter OS X fehlen oder dort in einer veralteten Version zu finden sind.

Homebrew selbst lässt sich mittels

ruby -e „$(curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/Homebrew/install/master/install)“

aufsetzen, danach hat man Zugriff auf viele verschiedene Pakete. Zusätzlich kann man weitere „taps“ hinzufügen, aus denen man  Software zapfen kann (die Analogie zum Bierbrauen ist wohl Absicht).

Folgende Pakete habe ich bei mir installiert:

  • gcc – Die komplette GNU-Compiler-Kollektion
  • binutils – gehört zu gcc einfach dazu, enthält tools wie ldd, um gelinkte Libraries anzuzeigen
  • wine – Bekannte Windows-Emulation. Brauche ich eigentlich nur, um manchmal Stronghold zu spielen. :-)
  • avr-gcc
  • avr-libc
  • dfu-programmer
  • htop – einfach viel hübscher als das schnöde top
  • ffmpeg –with-fdk-aac –with-ffplay –with-freetype –with-libass –with-libquvi –with-libvorbis –with-libvpx –with-opus –with-x265
  • nmap
  • net-snmp
  • tmux
  • wget – Ja, das fehlt unter OS X!

Optional lohnt es sich, neuere Versionen der Standard-Tools wie z.B. vim oder zsh zu installieren.

Was Mac-User aufregt: „zsh: command not found:  more“

Gerade hat mir ein guter Bekannter erzählt, dass er seinen Mac abgeschafft hat, weil er ihm auf den Keks ging. Neben vielen Eigenschaften, die man tatsächlich unter Peak Apple zusammenfassen kann, ist die Konsolen-Nutzung auf dem Mac manchmal etwas hakelig.

Das liegt vorwiegend an der Platzierung von Sonderzeichen auf der deutschen Tastatur-Belegung unter OS X. Im Alltagsgebrauch fällt das nicht weiter auf, aber sobald es um die beim Programmieren oft nötigen Zeichen wie [], {}, | und \ geht, hat man erstmal ein Problem.

Zeichen Windows/Linux OS X
[ Alt Gr + 8 Alt + 5
] Alt Gr + 9 Alt + 6
{ Alt Gr + 7 Alt + 8
} Alt Gr + 0 Alt + 9
| Alt Gr + < Alt + 7
\ Alt Gr + ß Alt + Shift +7
@ Alt Gr + Q Alt + L
Vergleich: Beliebte Sonderzeichen auf der deutschen Tastatur unter Windows/Linux und OS X

Das führt vor Allem beim Umstieg von Linux oder Windows zum Mac zu Verwirrung und Frustration. Da diese Art der Belegung schon relativ alt ist, ist das einfach ein alter Fail, der nie eine ordentliche Verbesserung erfahren hat und zu echten Problemen führt.

Zurück zum ursprünglichen Thema: Unter unixoiden Betriebssystemen möchte man hin und wieder die Ausgabe eines Command Line Tools in eine Pipe umleiten. Typisches Beispiel, man hat ein großes Directory-Listing und möchte mit more durchblättern. Typischerweise sieht das so aus:

skaupp@Frankenstein:~>ls -l | more

Die Erwartete Ausgabe ist, dass das aktuelle Verzeichnis aufgelistet und die Ausgabe am Ende des Bildschirms angehalten wird. Das Ergebnis ist aber eine Fehlermeldung:

zsh: command not found:  more

Der Grund dafür ist letztendlich die tatsächliche Eingabe. Statt einem Leerzeichen, ist ein unbreakable space eingefügt worden. Tippt man auf einem Mac das Pipe-Zeichen (|), liegt der Finger danach noch auf der Alt-Taste, und drückt man nun auf die Leertaste, ist das kein normales Leerzeichen mehr. Auf dem Bildschirm sieht man aber keinen Unterschied, daher wird statt „more“  “ more“ aufgerufen, ein Programm, das es nicht gibt.

Neben der einfachsten Lösung, das nach der Pipe überflüssige Leerzeichen einfach auszulassen, kann man natürlich auch versuchen, die Alt-Taste früher loszulassen.

Beides sind jedoch Lösungen für ein unnötiges und nerviges Problem.

Schlimmer ist nur noch, dass aus Gewohnheit Cmd-Q getippt wird, wenn man eine E-Mail-Adresse eintippt. Die von Windows oder Linux gewohnte Tastenbelegung Alt Gr + Q gibt es so nicht unter OS X. Stattdessen beendet dieser Griff Anwendungen.

W-LAN-Passwort vergessen? Der OS X Schlüsselbund weiß alles!

Das passiert sicher nicht nur mir: Mit einem W-LAN verbunden und das Passwort dazu irgendwann vergessen. Was tun?

Zumindest unter OS X findet sich eine einfache Abhilfe: Zunächst das Programm „Schlüsselbundverwaltung“ öffnen und im Suchfeld oben rechts den Namen des W-LANs eintippen.

Nun erscheint in der unteren Liste nur noch das gesuchte W-Lan. Nach einem Doppelklick öffnet sich ein Fenster, in dem man sich die Eigenschaften des Gespeicherten Passworts anzeigen lassen kann. Klickt man nun unten links auf den Haken „Kennwort anzeigen“, wird man nach Benutzername und Kennwort gefragt und bekommt, wenn man sich erfolgreich authentifiziert hat, das gesuchte Passwort angezeigt.