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Vorwiderstand berechnen (Rechner inklusive)

Für alles mögliche braucht man Vorwiderstände. Der Klassiker ist die LED (oder eine Gruppe von LEDs), wenn mann diese direkt an eine Spannungsversorgung anschließt und nicht mittels PWM steuert, braucht diese fast immer einen Vorwiderstand. Um diesen Zu berechnen, muss man Folgendes wissen:

  • Mit welcher Spannung wird die LED betrieben?
  • Wieviel Strom fließt durch die LED?
  • Welche Spannung lege ich ursprünglich an?

Zuerst müssen wir also ausrechnen, wieviel Spannung weg muss. Sagen wir, wir bauen eine LED im Auto ein und wollen nicht, dass sie uns sofort durchbrennt. Also müssen wir die Differenz zwischen Bordnetz und LED-Betriebsspannung thermisch loswerden.

Dazu berechnen wir: (VI – VLED) / ILED = R

Nehmen wir also an, unser Bordnetz führt 13,8 Volt, die LED wird mit 2,6 Volt betrieben und braucht 20mA (0,02A), so können wir in die Formel wie folgt einsetzen:

(13,8 – 2,6) / 0,02 = 560

Wir brauchen also einen Vorwiderstand von 560 Ohm. Dieser Widerstandswert ist sogar in der E12-Reihe, ein wenig Toleranz bringt die LED ja mit. Manchmal kommt man aber nicht direkt auf so glatte Werte und man muss einen höheren oder niedrigeren Widerstand aus der E-Reihe nehmen.

Und nun die Kür: Um rauszufinden, wieviel die LED tatsächlich bekommt, stellen wir die Gleichung wie folgt um:

VI-(R * ILED) = VLED

Wenn wir nun entsprechend einsetzen

13,8-(560 * 0,02) = 2,6 Volt

so erfahren wir, dass die LED 2,6 Volt bekommt. Evtl. Schwankungen im Bordnetz wird sie durch die eigene Toleranz verkraften.

Und hier noch ein simpler Vorwiderstandsrechner:

Vorwiderstandsrechner
Eingangsspannung Volt
Stromverbrauch mA
Nennspannung Volt
Ohm