Archiv des Autors: Sascha Kaupp

Aus einem alten Hilux wird Matsch-Rudolf

Steckbrief meines Hilux

Baujahr: 2003
Motor: 2,5 Liter Reihenvierzylinder, 75 kW
Antrieb: Zuschaltbarer Allrad
Kilometerstand: 206.223 km
Farbe: Blau
Komfort: Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber

Theoretisch sollte das schon für das Wesentliche ausreichen. Aber es gibt wohl niemanden, der Overlanding zum Hobby macht, der sein Fahrzeug nicht modifiziert.

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To buy a Hilux

Endlich habe ich es durchgezogen. Mit einem Freund und Autobastler bin ich losgezogen, um mir einen Hilux anzuschauen. Wir waren in der Nähe von Frankfurt bei einem Händler, der viele Offroadfahrzeuge hatte, Land Rover, Navaras und Hiluxe.

Aber wie das oft so ist, auf den Bildern im Internet sieht alles toll aus und auf dem Hof vom Händler stand eine eher traurige Erscheinung. Ein paar großflächige Roststellen, Ölspuren unter dem hinteren Differential und der Blütenstaubschicht nach Stand das Fahrzeug da echt schon länger rum.

Trotzdem: Nach der Probefahrt war das Fahrzeug ein Kandidat, es hatte die mittlere Ladefläche, war übertrieben gut geputzt und die Fahrzeugpapiere stimmten auch. Aber man sah dem Fahrzeug leider die 200.000 km mehr als an und ich war nicht bereit, dafür 10000 Euro auszugeben. Der Händler ging auf mein Angebot nicht ein, 8500 wäre mir der Lux wert gewesen, aber dafür hätte ich bei dem Händler nur einen Navarra gekriegt.

Also gingen wir wieder und während wir im Fastfoodladen saßen, googelte ich einen anderen Lux hoch. Deutlich teurer als das, was ich ausgeben wollte, aber in dem Bereich, den ich ausgeben wollte, gab es irgendwie nur Schrott aus der Kategorie „Für Bastler sicher kein Problem“. Immerhin, auch ein verheizter Hilux ist noch immer ein Hilux, aber ich will mich eher damit befassen, das Fahrzeug „bewohnbar“ zu machen, und nicht, es fahrtauglich zu machen.

Ich rief bei der angegebenen Nummer an und eigentlich war da schon klar, dass das mein Hilux wird. Eine ältere Frau mit einem großartigen fränkischen Dialekt war dran, erzählte, dass es das Fahrzeug von ihrem Schwager sei und wir gerne vorbekommen könnten. Also auf nach Franken!

WIr schauten uns also den Hilux an. Karosserie in Ordnung, eine leichte Übung. Motor läuft gut (bei einem Hilux aus der Zeit heißt das: rabiat-knorrig, als ob er einen gleich überfahren will, das gehört so), Getriebe schaltet okay, Lenkung ist nicht geil, aber für das Alter normal, sehr gute Bereifung und das was dem anderen gefehlt hätte: Ein sperrbares HInterachsdifferential.

Nach ein Bisschen verhandeln war der Preis schon fast wieder in dem Bereich, den ich ursprünglich ausgeben wollte und ein paar Tage später holte ich ihn während einem krassen Unwetter ab. Das Basteln konnte beginnen!

Den breiten Pfad verlassen

Seit Jahren hatte ich den Wunsch, mir ein Wohnmobil anzuschaffen. Einfach spontan am Wochenende irgendwo hinfahren! Schlafen, wo man müde wird! Einfach mal rauskommen. Natürlich habe ich mir angeschaut, was es so gibt, überlegt, was ich gerne hätte (gute Toilette, Backofen, großes Bett, Laderaum) und worauf ich verzichten kann (Fahrradträger, Fernseher/Satanlage).

Ziemlich bald fand ich dann auch das perfekte Wohnmobil. Es passte in die 3,5-Tonnen-Begrenzung meiner Führerscheinklasse, war nicht auf den letzten Drücker abgelastet und ansonsten schon beim Befüllen mit Wasser überladen, nicht zu lang aber auch nicht gerade kurz. Die Motorisierung stimmte, es war erst ein paar Jahre alt, den überflüssigen Fernseher hätte ich schnell ausgebaut. Also nahm ich mir etwas Bedenkzeit.

Und die Bedenken kamen: Ist es das richtige für mich? Brauche ich so viel Platz? Und: würde ich es überhaupt oft genug nutzen?

Diese Fragen musste ich alle mit „Nein“ beantworten, dazu kam die Befürchtung, dass mir vor lauter Spießigkeit eine Armee aus Gartenzwergen auflauern, mich überwältigen und mich in ein Feinrippunterhemd zwängen und vom Wein- zum Biertrinker machen, der statt aufwendig zubereitetem Tandoori einfach irgendwas vom Discounter auf den Grill wirft.

Ja, solche Bedenken hat man, und obwohl ich Wohnmobile noch immer sehr, sehr toll finde: Für einen alleinreisenden Abenteurer ist das einfach Overkill und obendrein Ballast. Ich wollte weiter kommen, als die meisten Wohnmobile (deren Fahrplan typischerweise „Einfamilienhaus-Autobahn-Campingplatz-Autobahn-Einfamilienhaus“ lautet), mich obendrein nicht ins gemachte Nest setzen und selber was auf die Reihe bekommen.

So kam ich zunächst auf die Idee, einen Toyota Hiace auszubauen. Klein, leicht, wenig, ein Bisschen ordentlich geländegängig, gerade genug Platz für Bett, Tisch und ein paar Kisten mit Klamotten. Nur: Erst mal einen finden! Die, die man will, sind teuer. Die, die günstig sind, sind verheizt.

Also habe ich mich weiter umgeschaut, kam innerhalb des Toyota-Konzerns an einem sehr schicken, nur in den USA vermarkteten Toyota Highlander Hybrid vorbei, den ich zum ultimativen Luxusvan hätte umbauen können. Vandwelling in einem 250-PS-Hybrid, macht ja auch nicht jeder.

Aber auch das hat nicht gepasst. Es wären die falschen Kompromisse geworden. Zu wenig Ausbaupotential, zu wenig Geländegängigkeit und vor allem: Viel zu teuer. Dann doch lieber eine reine Luxuskarre anschaffen, mit 250 130 km/h von Hotel zu Hotel fahren und auch was von der Welt sehen.

Eigentlich wusste ich schon die ganze Zeit, was ich wirklich wollte. Ziemlich genau das, was die europäische Autoindustrie mit ihren „SUVs“ verspricht, aber halt doch nicht liefert. Freiheit, Geländegängigkeit, Berge rauf und runter fahren, auch da, wo keine Straßen sind. Nur würde ich das mit einem Fahrzeug, das man hierzulande als SUV bezeichnet, eben doch nicht bekommen. Zugegeben, ein Porsche Cayenne kann im Gelände deutlich mehr, als die meisten Besitzer sich trauen würden, aber er ist halt nicht typische Basis für ein geländegängiges Freizeitmobil. Und vielleicht auch zu empfindlich.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Gedanken formuliert hatte, aber dann wars doch einfach.

Fettlogik-Blockstöckchen

Weil das Buch Fettlogik überwinden von Dr. Nadja Hermann so großartig ist, nehme ich einfach mal das Stöckchen auf und arbeite die Fragen ab.

Wie & wann bist du auf Fettlogik gestoßen?

Mir sind die Comics von Erzaehlmirnix auf Twitter aufgefallen. Irgendwann bin ich dann auch auf den Fettlogik-Blog gestoßen.

Hattest du vorher irgendwelche Erfahrungen mit Gewichtsveränderung (Diäten o.ä.) und wie waren diese?

Da ich schon als Kind übergewichtig war, habe ich damals etliche Kuren mitgemacht. Da nahm ich dann innerhalb von 6 Wochen immer mächtig ab, aber sobald ich wieder zu Hause war, wurde sofort von meiner Oma gegengesteuert („An dem is ja gar nix mehr dran!“). Das hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass ich mein normales Sättigungsgefühl verloren habe. Später ging es dann steil bergauf. Mit 14 hatte ich die 100 kg erreicht, mit 18 hatte ich mich bei etwa 120 kg stabilisiert. In dieser Zeit fing ich mit Sport an, was zwar gesund war (Muskelaufbau) nichts an meinem Gewicht geändert hat. Später habe ich immer wieder halbherzig versucht, Gewicht zu verlieren, was aber nie geklappt hat. Das lief etwa bis Ende letzten Jahres, am 1. November 2015 hatte ich ein Gewicht von 167,5 kg, mein bisheriges Maximum. Durch äußere Umstände (Stress im privaten Bereich) verlor ich meinen Appetit und eine vom Übergewicht provozierte Entzündung am Bein brachte mir einen dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt ein. Als ich aus dem Krankenhaus kam, hatte ich etwa 15 kg verloren, was mich zwar freute, aber noch nicht zur aktiven Entscheidung des Abnehmens führte.

Als ich nach einem Sylvester-Neujahrs-Aufenthalt bei Freunden wieder zugenommen hatte, entschied ich am 4. Januar: Ich nehme ab und zwar mit Absicht. Daaraufhin habe ich einfach angefangen, meine Kalorienaufnahme zu notieren und versuche seither, unter 2000 kcal/Tag zu bleiben. Seither sieht das so aus:

Wie ging es dir beim Lesen? Hat sich durch das Lesen etwas verändert und wenn ja, was?

Vieles, was in dem Buch steht, war mir schon als Mythos bekannt. Die anderen Mythen sehe ich vor allem als Unterhaltung, denn was einem die Leute so als „Wissen“ verkaufen ist teilweise ziemlicher Mumpitz.

Bei welchen Kapitel(überschrifte)n warst du skeptisch, bzw. von welchen Fettlogiken warst du bisher überzeugt? Wie siehst du es jetzt?

 

Welches Kapitel würdest du ergänzen?

Ich würde ein Kapitel hinzufügen, in dem unabhängig von den einzelnen Fettlogiken die Grundprinzipien des Abnehmens erläutert werden. Also die reinen Fakten hinschreiben, wie Abnehmen funktioniert, worauf man ggf. achten muss. Das ist zwar über das Buch verteilt schon so, aber es wäre vielleicht als letztes Kapitel eine schöne Zusammenfassung.

Was war die letzte Fettlogik, der du begegnet bist, bei dir selbst oder anderen? Wie hast du reagiert?

Lange Zeit war ich fest vom Hungerstoffwechsel überzeugt. Bis mir durch das Buch klar wurde, dass das vollkommener Blödsinn ist, denn wenn der Körper genug Fettreserven hat, fängt er nicht an zu verhungern. Sofern die Zufuhr von Eiweiß und Vitaminen sichergestellt ist, muss ich mir wohl keine Sorgen machen, zumal ich mit einer 2000-Kalorien-Diät noch immer ziemlich viel essen kann.

Hatte Fettlogik Einfluss auf deine Körperwahrnehmung und/oder die Wahrnehmung deiner Umwelt? Falls ja: Wie genau?

Mir ist bewusst geworden, dass ich Glück habe, keinen (Pre-)Diabetes, Bluthochdruck oder Arthrose zu haben. Und da das alles Dinge sind, an denen ich kein Interesse habe, nehme ich weiterhin eisern ab.

Wenn sich dein Gewicht verändert hat: Welche Veränderungen bemerkst du an dir? Wie reagiert die Umwelt?

Veränderungen: Meine Klamotten werden kleiner. Ich habe mir drei neue Gürtel gekauft, die alle kürzbar sind. Derzeit habe ich eine Hose, die 4 Nummern kleiner ist als die Hose, die ich zu letzt davor gekauft habe, und sie ist schon wieder zu groß. Ich trage jeden Tag Hemden, denn wenn ich mein Ziel weiter verfolge, passen mir die Hemden, die ich derzeit habe, alle bald nicht mehr. Außerdem passe ich auf viel mehr Sitzgelegenheiten, Stühle mit engen Armauflagen sind kein No-Go mehr. Auch hat sich die Auswahl an Körperwagen erweitert, ich brauche keine XXL-Waage mehr, auch wäre ein passendes Laufband jetzt günstiger als noch vor drei Monaten, weil ich hier die Bis-150-kg-Kategorie nehmen kann und nicht auf die 200-kg-Kategorie angewiesen bin.

Umwelt: „Sag mal, hast du abgenommen??!?“ – „Ja, fast 30kg!“ – „Krass! [Beliebige Fettlogik hier einfügen]“

Vorher-Nacher Foto?

Folgt, muss vor allem noch dringend das Vorher-Foto machen. Das Nacher-Foto gibt es, wenn ich mein großes Ziel, bis Ende des Jahres unter 100kg gekommen zu sein, erreicht habe.

 

Lieblingspakete in Homebrew

Klare Empfehlung für alle Mac-User, insbesondere Entwickler, ist der Paketmanager für freie Software: Homebrew.

Damit lassen sich einfach auf der Kommandozeile viele freie Tools installieren, die unter OS X fehlen oder dort in einer veralteten Version zu finden sind.

Homebrew selbst lässt sich mittels

ruby -e „$(curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/Homebrew/install/master/install)“

aufsetzen, danach hat man Zugriff auf viele verschiedene Pakete. Zusätzlich kann man weitere „taps“ hinzufügen, aus denen man  Software zapfen kann (die Analogie zum Bierbrauen ist wohl Absicht).

Folgende Pakete habe ich bei mir installiert:

  • gcc – Die komplette GNU-Compiler-Kollektion
  • binutils – gehört zu gcc einfach dazu, enthält tools wie ldd, um gelinkte Libraries anzuzeigen
  • wine – Bekannte Windows-Emulation. Brauche ich eigentlich nur, um manchmal Stronghold zu spielen. :-)
  • avr-gcc
  • avr-libc
  • dfu-programmer
  • htop – einfach viel hübscher als das schnöde top
  • ffmpeg –with-fdk-aac –with-ffplay –with-freetype –with-libass –with-libquvi –with-libvorbis –with-libvpx –with-opus –with-x265
  • nmap
  • net-snmp
  • tmux
  • wget – Ja, das fehlt unter OS X!

Optional lohnt es sich, neuere Versionen der Standard-Tools wie z.B. vim oder zsh zu installieren.

Vorwiderstand berechnen (Rechner inklusive)

Für alles mögliche braucht man Vorwiderstände. Der Klassiker ist die LED (oder eine Gruppe von LEDs), wenn mann diese direkt an eine Spannungsversorgung anschließt und nicht mittels PWM steuert, braucht diese fast immer einen Vorwiderstand. Um diesen Zu berechnen, muss man Folgendes wissen:

  • Mit welcher Spannung wird die LED betrieben?
  • Wieviel Strom fließt durch die LED?
  • Welche Spannung lege ich ursprünglich an?

Zuerst müssen wir also ausrechnen, wieviel Spannung weg muss. Sagen wir, wir bauen eine LED im Auto ein und wollen nicht, dass sie uns sofort durchbrennt. Also müssen wir die Differenz zwischen Bordnetz und LED-Betriebsspannung thermisch loswerden.

Dazu berechnen wir: (VI – VLED) / ILED = R

Nehmen wir also an, unser Bordnetz führt 13,8 Volt, die LED wird mit 2,6 Volt betrieben und braucht 20mA (0,02A), so können wir in die Formel wie folgt einsetzen:

(13,8 – 2,6) / 0,02 = 560

Wir brauchen also einen Vorwiderstand von 560 Ohm. Dieser Widerstandswert ist sogar in der E12-Reihe, ein wenig Toleranz bringt die LED ja mit. Manchmal kommt man aber nicht direkt auf so glatte Werte und man muss einen höheren oder niedrigeren Widerstand aus der E-Reihe nehmen.

Und nun die Kür: Um rauszufinden, wieviel die LED tatsächlich bekommt, stellen wir die Gleichung wie folgt um:

VI-(R * ILED) = VLED

Wenn wir nun entsprechend einsetzen

13,8-(560 * 0,02) = 2,6 Volt

so erfahren wir, dass die LED 2,6 Volt bekommt. Evtl. Schwankungen im Bordnetz wird sie durch die eigene Toleranz verkraften.

Und hier noch ein simpler Vorwiderstandsrechner:

Vorwiderstandsrechner
Eingangsspannung Volt
Stromverbrauch mA
Nennspannung Volt
Ohm